| Info-Bar für Rat & Tat |
...und allerlei Nachrichten.
Hier sollen wichtige und unwichtige Informationen, Erfahrungen und Erkenntnisse gesammelt und weitergereicht werden.
| Zweibrücken: 1. Präsentation der neuen ABACUS APC24-23C + Basssockel ABS210 |
Prämiere: ABACUS APC24-23C + Aktiv-Bassockel
15. Oktober 2011
In Zweibrücken, in wunderschöner Landschaft, betreibt Ralph Gottlob seine “Aktive HiFi-Börse” auf Friedrich Müllers Silbersand-Fabrikgelände. Deutschlands Edelschmiede Nr. 1 für Aktivlautsprecher – ein würdiger Ort für die erste öffentliche Präsentation der neuen ABACUS APC24-23C mit den aktiven Basssockeln ABS210.
Für Samstag, 15.10.2011 um 11Uhr, hatte Ralph Gottlob eingeladen – Menschen, denen Musik wichtig ist. Viele kamen. Als Hausherr begrüßte zunächst Silbersand-Chef Friedrich Müller die gut 20 Besucherinnen und Besucher mit einer kurzen Ansprache. Dann sprach HiFi-Börsen-Inhaber Ralph Gottlob ein paar Worte zur Begrüßung.
Nun stellte ABACUS-Chef Karl-Heinz Sonder, mit Sohn Hanno angereist, sein Unternehmen vor – 1983 in Nordenham gegründet – und erläuterte kurz die besondere ABACUS-Schaltungstechnik, den “Leistungstranskonduktanzverstärker”. Die ungewöhnliche APC-Konstruktion (APC – Amplifier Phase Controlled) sei nun einer grundlegenden Revision unterzogen worden. Absolut linear in Frequenzgang und Phase von unter 16 bis über 20.000 Hertz – unterschiedliche Wandler verhielten sich wie ein Breitbandlautsprecher.
Den Worten sollten endlich Taten, oder besser: Noten, folgen.
Dann kam es zur Enthüllung…
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| Die Weltsensation DTA - leider nur ein Aprilscherz |
April, April!
Wie schon seit Jahren bietet ABACUS auch heuer eine "Sensation" zum Schmunzeln. In der HiFi-Branche nimmt man sich gerne wichtig und überschüttet den Markt mit Sensationen. Hier der Beitrag von ABACUS zum 1. April 2011.
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"DTA" (Direct to Ear) - Lautsprecher ade |
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ABACUS erfindet neue Schallwandlung NORDENHAM - Gleichermaßen verblüfft und enttäuscht blickten sie drein, die geladenen Fachjournalisten - hatte ABACUS electronics doch eine Lautsprecher-Sensation angekündigt. Aber kein einziger Lautsprecher war zu sehen im großen Kongresssaal im Nordenhamer Technologiezentrum. Lediglich eine Spirale aus Kupferdraht, zwischen zwei Stühle gespannt. Zwei rote Litzen am rechten und linken Ende der Luftspule und zwei schwarze in der Mitte angeklemmt, verbinden das Gebilde mit den Lautsprecherbuchsen einer ABACUS-Endstufe. Auf dem Tisch neben dem brandneuen ABACUS Ampollo stehen einige Spraydosen mit der Aufschrift „Magnetspray - FCKW-frei“.
Hanno Sonder fütterte den bereitstehenden CD-Player mit der neuen Unpluged-CD von Hansi Last, Titel: „Förster James bittet zur Jagd“, eine vertonte und für Bigband arrangierte Auswahl von Hermann-Löns-Gedichten. Auf „Start“ gedrückt - aber nichts geschieht. „Was hören Sie?“, fragte der ABACUS-Chef. „Nichts!“ kam die Antwort wie aus einem Munde. Eine gewisse Portion Enttäuschung hörte man mitschwingen. Dann griff Sonder eine der FCKW-frei-Spraydosen und sprühte links beginnend in die Nähe der Kupferspirale. Und nun geschah des Unglaubliche: Links außen setzten die Violinen ein, dahinter die Waldhörner und mit dem Strahl aus der Spraydose füllte sich das Orchester bis zu den Bässen ganz rechts. Die Zuhörer rieben sich verwundert abwechselnd Augen und Ohren. Weder Musiker, noch Lautsprecher zu sehen aber ein Klangerlebnis aus dem Nichts - absolut original. Musik wie Licht. Andere Musikbeispiele folgten; immer dasselbe – ein „Klanghologramm“, resümierte der bekannte Fachjournalist Rudi Maltke und forderte eine glaubwürdige Erklärung für das unglaubliche Geschehen. Und die Erklärung offenbarte, dass sich die Audio-Branche in Kürze quasi erneuern würde. Und so funktioniert das System: Das Audiosignal wird der Luftspule zugeführt. Bei Stereo-Anwendungen reichen zwei Kanäle, bei Multikanal-Anlagen entsprechend mehr. Ein Subwoofer sei dabei kropfmäßig überflüssig, beteuern die Entwickler. Es handelt sich hier zwar um |
eine Schallwandlung nach dem elektrodynamischen Prinzip, allerdings fehlt zum Wandelprozess das Eisen in der Spule. Und jetzt kommt die Spraydose. Das sei, so Sonder, nichts anderes als magnetisches Ferrospray. Magnetisierte Eisenmoleküle werden mit einem umweltverträglichen Treibgas zerstäubt und gelangen in das elektrische Feld der Luftspule. Dort werden direkt und ohne Umweg über Membranen die Luftmoleküle angestoßen. Das Ergebnis ist eine absolut unverfälschte Wiedergabe, frei von Eigenklang aus Schallwandlern oder Gehäusen. Dem Frequenzgang im Tiefbass und dem Schalldruck sind absolut keine Grenzen gesetzt. Kein Geheimnis machen die Entwickler daraus, dass es sich hier um einen Moving-Magnet-Schallwandler handelt, quasi masselos, während der klassische elektrodynamische Lautsprecher als „Moving-Coil“ agiert. Ein gewisses Maß an Skepsis greift jetzt um sich und die Fachjournalisten bestürmen die Erfinder mit vielen Fragen. Am Ende alles kein Problem. Nur die Frage nach den Rückständen erregt noch die Gemüter. Wo und wie viel Eisenstaub fällt im Hörraum an und was geschieht damit… Hanno Sonder kann auch hier letzte Bedenken ausräumen. Zunächst mal die Frage nach der erforderlichen Eisenmenge: Gleichmäßig gesprayt und bei Zimmerlautstärke werden die Eisenmoleküle in der Schwebe gehalten. Erst lange nach dem Abschalten lagert sich etwas Eisenstaub ab; das kann aber leicht mit einem Magnettuch aufgenommen werden. Bleiben Reste in Ecken und Nischen liegen, kann es bei hoher Luftfeuchtigkeit gelegentlich zu bräunlichen Rostablagerungen kommen. Das ist mit einem feuchten Tuch schnell weggewischt. Und jetzt kommt’s: das chemisch reine Eisen sei blutbildend und daher gesundheitsförderlich, beteuern die Erfinder. Zum Thema Ausgestaltung der bahnbrechenden Erfindung wird zurzeit an einem Nirosta-Spray gearbeitet. Dies, so Karl-Heinz Sonder, sei noch unbefriedigend, weil damit der für einen Naturklang erforderliche Schalldruck noch nicht erreicht werde. Vielversprechend seien hingegen Versuche mit einer neuartigen Spraydose, die mit dem beim Sprayen entstandenen Unterdruck die Eisenmoleküle später in die Dose zurücksaugt. Jahrelang könne dann eine Dosenfüllung reichen, wenn nicht gerade übermäßig gelüftet wird. Bei Außenübertragungen kann das System zurzeit noch nicht eingesetzt werden. Ein ABACUS-DTA-System (Direct to Air) kann bei ABACUS bestellt werden. Zum Bestellumfang gehören eine Doppelluftspule (Stereo-Kit) und eine 300g-Dose Magnetspray. Bestellungen können nur telefonisch oder per Email entgegen genommen werden. Lieferstart ist der 1. April 2011! Und jetzt die Sensation: Für alle ABACUS-Kunden ist die Bestellung kostenlos. |
| Analogschallplatte |
Thema Schallplatte
Es misst sich entsetzlich und klingt oft trotzdem schön. Obwohl meistens hochwertige Abspielvorrichtungen benutzt werden, darf man getrost daran zweifeln, dass auch nur annähernd die HiFi-Norm erfüllt wird.
Viele Gründe sprachen und sprechen dafür, dass man sich vor gut einem drittel Jahrhundert auf ein neues Medium geeinigt hat. Dass auch dies nicht mängelfrei arbeitet, steht auf einem anderen Blatt…
Zurück zur Schallplatte: Nach dem Auflegen der Scheibe sind die Wiedergabeeigenschaften noch akzeptabel, aber mit der ständig sich verkürzenden Strecke, die der Abtaster pro Umdrehung zurücklegt, wird es immer schlechter. Die 33,3 Umdrehungen der LP und maximal 30cm Durchmesser sind halt etwas dürftig.
Und was noch alles?
Bis 10% Klirrfaktor, je nach Frequenz und Auslenkung muss man freilich akzeptieren, Pegelschwankungen bei anhaltenden Tönen und höheren Frequenzen sind dramatisch, die Dynamik erreicht günstigstenfalls 40 dB und es rauscht, rumpelt und knackt munter vor sich hin. Gleichlaufschwankungen sind kaum zu vermeiden und Abtaster und Platte unterliegen einem permanenten Verschleiß.
Der tangentiale Spurwinkelfehler kann allenfalls gemittelt und damit lediglich reduziert werden, es rumpelt unvermeidlich und jede – auch nicht wahrnehmbare – Erschütterung erzeugt Störgeräusche. Dazu kommen Verfälschungen der Wiedergabe durch die permanente Rückkopplung zwischen Tonabnehmer und Lautsprecher.
Erträglich ist das alles nur, weil der Nutzpegel mehr oder weniger lauter ist als die Störgeräusche. Tatsache ist allerdings, dass alle Töne, also Nutz- und Störsignale sich munter vermischen. So werden neue Töne erzeugt, die ursprüngliche gar nicht drin waren in der Musike.
Manch einer betreibt einen ebenso großen wie kostspieligen Aufwand, um die beschriebenen Erscheinungen möglichst zu unterbinden. Das kann aber kaum gelingen – allenfalls in Maßen reduzieren ist möglich. Der grundsätzliche Mangel liegt im System selbst. Die Technik an sich – und zwar gleichermaßen das Medium Schallplatte, als auch die Abspielvorrichtung – sind der Grund. Die Technik aus dem vor-vorigen Jahrhundert kann nur begrenzt den heutigen Ansprüchen genügen.
Aber ich bin heilfroh, dass ich meine Schallplattensammlung all die Jahre gehütet und gepflegt habe. Und ab und zu dreht auch bei mir Vinyl auf dem Teller. Ich habe große Freude damit. Von niemandem auf der Welt lasse ich mir diese Freude nehmen!
Ab und zu kaufe ich mir neue Musik. Dann geht es mir um die Musik und nicht um ein bevorzugtes Medium. Wenn ich dasselbe Programm auf LP und CD haben kann, dann nehme ich die CD! Man möge mir glauben – bei gleichem aufnahmetechnischen Standard ist die in allen entscheidenden Eigenschaften überlegen!
Allenfalls könnte man ja drüber nachdenken, ob man das Rumpeln, Rauschen, Knacken, Knistern, Tonhöhen- und Pegelschwanken nicht besser elektronisch erzeugt. Dann könnte man gleichzeitig auch noch die Dynamik abflachen und Gleichlaufschwankungen simulieren.
Ist es vielleicht das, was den Reiz der guten alten Platte ausmacht?
Dieser Text wurde bisher in der “Audio-Akademie” geführt, ist aber wahrscheinlich besser in der Bar aufgehoben…
Nordenham im Oktober 2010
Karl-Heinz Sonder
Geschäftsführer
| ... voll symmetrisch und/oder Brückenschaltung |
Echt symmetrisch…
Jede Stereo-Endstufe funktioniert ohne Umbau und ganz einfach auch als voll symmetrische Mono-Endstufe. Ein Kanal übernimmt dann die negative und der andere die positive Hälfte eines symmetrischen Line-Signals. Für Stereo braucht man dann zwei Endstufen. Am Ausgang beider Stereo-Verstärker steht dann nur noch ein Kanal zur Verfügung. Der kann dann aber eine doppelte Ausgangsspannung liefern – bei gleichem Strom. Damit vergrößert sich entsprechend die Leistung. Der Lautsprecher wird jetzt aus den beiden „heißen“, volkstümlich auch Plus-Klemmen, gefüttert. Die Minus-Klemmen bleiben frei.
Für einen solchen voll symmetrischen Betrieb bietet ABACUS (siehe unter Zubehör) ein spezielles Adapter-Anschlusskabel. (Abb.)
Um die Frage nach dem Sinn vorab zu stellen – und auch gleich zu beantworten: Macht das Sinn? Die Antwort ist ein klares jein…
Also, wirklich Sinn macht es, wenn ein echtes symmetrisches Line-Signal vorliegt, das, wenn man es zwangsweise asymmetrisch machen würde, an Klang verliert. (Hier sollte kritisch angemerkt werden, ob nicht ein schlichter Instrumentierungsverstärker das Problem viel besser lösen könnte…).
Was bringt die geschilderte Betriebsvariante nun generell für Vorteile?
Zunächst die doppelte Signal-Ausgangsspannung und die damit gesteigerte Leistung. Das hilft leistungshungrigen und sehr hochohmigen Lautsprechern oft auf die Sprünge. Auch elektrostatische Schallwandler profitieren gelegentlich, weil die eine hohe Eingangsspannung lieben. In jedem Fall muss der Verstärker nur noch einen Lautsprecher füttern, der sich sonst die Power mit seinem Bruder teilen müsste.
Ansonsten könnte es klanglich noch von Vorteil sein, wenn der Verstärkerausgang, ganz gleich ob symmetrisch oder asymmetrisch angesteuert, als „Brückenverstärker“ funktioniert. Dann arbeitet er nämlich „massepotenzialfrei“. Sonst könnte der Lautsprecherstrom über die Masseverbindung das Massepotenzial der anderen Komponenten mitreißen.
Ob und wie weit damit Verbesserungen erzielt werden, kann ein Versuch klären. Manchmal bringt’s was.
Alle ABACUS-Verstärker funktionieren in der beschriebenen Betriebsart „voll symmetrisch“ ohne jeden Vorbehalt. Die großen (z.B. ABACUS 60-120) können auch mit normalem Signal am Betriebsartenschalter als Monoblock mit doppelter Leistung geschaltet werden.
Alles klar?
Nordenham 27.08.2010 (khs)
| Thema Fachhandel: ...wenn das Sortiment feststeht |
"Zum Anhören viel zu heiß. Und außerdem steht mein Sortiment."
Karl-Heinz Sonder, ich also, macht Urlaub. 14 Tage am Bodensee. Temperaur: über 30 Grad Celsius.
In dieser Branche und wirklich ganz abschalten – das geht wahrscheinlich nicht. Darum begleitet mich (wie stets auf Reisen) ein Ampino im Schalenköfferchen. Der Miniamp passt immer noch rein in den Kofferraum…
Beim Ausflug in eine wunderschöne Grenzstadt, wenige 100 Meter weiter ist schon Schweiz, fand ich zufällig in einem Hinterhof ein schmuckes HiFi-Lädchen. Spontan stellte ich mir vor: Hier ein gutes Fachgeschäft mit ABACUS-Produkten am Bodensee und direkt an der Grenze zur Schweiz – das wäre sicher hilfreich. Also nix wie rein!
Kein Kunde im Laden. Warten – und dann kam er schließlich, der Händler, von irgendwo hinten. Wie die ausgestellten Lautsprecher wohl am ABACUS tönen würden…? Ich wusste es. Mein Gegenüber aber nicht…
Ich stellte mich vor, überreichte die obligatorische Visitenkarte – Karl-Heinz Sonder heiße ich, komme von ABACUS und ich verbringe hier meinen Urlaub. „Schön für Sie!“ meinte mein Gegenüber. „Find‘ ich auch!“ – was Originelles fiel mir auf die Schnelle nicht ein.
„Ich habe einen ABACUS-Miniamp dabei. Wenn Sie Interesse haben, dann lass‘ ich den gerne mal hier, zum Anhören.“
„Ne, keine Lust! Viel zu heiß. Und außerdem - mein Sortiment steht. Und ich komme sowieso schon nicht mehr mit der Arbeit nach.“
Als Fan eines qualifizierten Facheinzelhandels habe ich in den zurückliegenden Jahren stets bedauert, dass immer mehr HiFi-Studios geschlossen wurden. ABACUS musste sich, ohne das eigentlich zu wollen, mehr und mehr dem Direktvertrieb öffnen. Schade eigentlich, denn wie und wo soll dann noch Beratung und Vorführung stattfinden?
Aber wie so oft - aus der Not wachsen stets neue Ideen. Testgeräte-Pakete wurden bereitgestellt. Kundenberatung ohne Einschränkung, per Post und Email, am Telefon und über die Website. Kurzum, ABACUS hat, soweit wie möglich, die Funktionen des Fachhandels mit übernommen. Übernehmen müssen.
Eine kleine Zahl ausgesuchter Fachhändler wird dennoch beliefert. ABACUS beschäftigt keinen teuren Außendienst und macht auch keine Kontaktbesuche im Fachhandel. Aber wie haben denn die ABACUS-Fachhändler mit ABACUS zusammengefunden?
Bei denen „steht“ das Sortiment nicht, sondern sie sind stets auf der Suche nach dem Besseren für ihre Kunden. Und dabei sind sie dann irgendwie und irgendwann an ABACUS „geraten“.
Eriskirch, im Juli 2010
Karl-Heinz Sonder
Geschäftsführer
| ABACUS Klangschüssel gewinnt Innovationspreis |
April, April!
Klangschüsseln - das war natürlich Quatsch! Aber vielleicht hat es den Lesern Spaß gemacht... Solche Produkte gibt es bei ABACUS nur am 1. April. Ein Fachjournalist sagte am Telefon, er habe zuweilen den Verdacht, dass bei manchen in der HiFi-Branche das ganze Jahr über 1. April ist.
Hier noch mal zum Nachlesen:
Klangschüsseln – ABACUS überrascht mit revolutionärer Technik
Eine blassrosafarbene Membran mit 237mm Durchmesser in Form einer Schüssel mit Elektronik… Wenn ABACUS mit einer Neuheit kommt, merkt die Szene auf. Es heißt, die machen es immer anders. Auch dies mal löst ABACUS wieder eine lebhafte Diskussion aus.
Der Comic-Zeichner Wilhelm Busch sagte einst, Musik werde oft als Lärm empfunden, weil sie mit Geräusch verbunden… Das gilt heute mehr denn je, zumal es damals noch keine Verstärker gab. Nicht nur leiser, sondern viel natürlicher ging es zu; eine Geige klang zwar oftmals schrecklich, aber stets wie Geige - mit oder ohne C37-Lack. Ein Schlagertext aus jener Zeit bringt’s auf den Punkt: „Gib dem Bub‘ die Geige nicht, denn der Bub‘ der weiß doch nicht, was man mit der Geige tut; er macht sie nur kapuut!“
Heute, mit Verstärkern und dünnem Mauerwerk hätte Busch nicht von Lärm, sondern von Getöse gesprochen. Darüber geraten Familien und Nachbarn in Streit, oft bis vors Gericht. Darum hat das Bundesfamilienministerium (BuMiFam) das Forschungsprojekt „Ruhe in der Musik“ ausgeschrieben. Völlig unerwartet erhielt nun ABACUS electronics den Zuspruch.
Schon im 19. Jahrhundert hat der Medizin-Professor Hahnemann die Homöopathie erfunden. Sein Rezept: Gleiches mit Gleichem bekämpfen. Genau nach dieser Methode ging ABACUS die Sache an.
Ein Komplexsignalkomperator nimmt das Nutzsignal direkt an den Lautsprechern auf und dreht die Phase um genau 180 Grad. Dieses exakt gegenphasige Signal enthält alle Klangeigenschaften der HiFi-Kette, also auch der Kabel, Klemmen und anderer Zubehörteile. Prallen jetzt Schall und Gegenschall aufeinander, ist Stille. Übrig bleibt lediglich der feine Klang mitschwingender Glasflächen und das Klirren des Geschirrs im Schrank.
ABACUS arbeitet sonst streng elektronisch; aber hier setzen die Norddeutschen auf Elektromechanik. Das Komperatorsignal wird einer Biegemembran zugeführt, die exakt den Verzögerungswert synchronisiert. Reiner Zufall war die Entdeckung des perfekten Membran-Materials: Zentnerweise fallen nämlich beim Krabbenpuhlen Schalen an und bisher war das reiner Abfall. Das ist aber hochprozentiges Chitin, der ideale Grundstoff für Biegestrahler-Membranen.
Ein Brei aus gemahlenem Krabbenchitin, angerührt mit Nordseewasser und Ceylon-Zement, wird wie beim Glockenguss in eine Bienenwachs-Einmalform gegossen. Drei Tage lang härtet der Rohling aus und muss dann nur noch gestimmt werden. Dieses Verfahren wird bei ABACUS noch bis zur Patenterteilung geheim gehalten.
Die fertige Membran ähnelt einer Schüssel - daher der Name „Klangschüssel“. Klangschüssel aber auch, weil der ganze Schall sozusagen in der Schüssel landet. Auch die schrecklichste CD oder Schallplatte erzeugt absolute Stille.
Zur feierlichen Übergabe der Urkunde an die Entwickler Karl-Heinz und Hanno Sonder am 1. April 2010 um 18:90 Uhr in der Friedeburghalle in Nordenham können sich Interessenten unter +49 (0)4731 5088 oder per Email anmelden. In der Feierstunde werden die ABACUS-Klangschüsseln erstmals öffentlich demonstriert. Die Jungs der berühmten Hardrockband, Hermann Löns und die Heiderocker, werden die E-Gitarren derart strapazieren, dass die Anodenbleche der Endröhren glühen, aber nichts wird zu hören sein. Absolute Stille - wunderbar!
Nordenham, am 1. April 2010 (khs)
| "Audio-Tuning" |
Thema Tuning
Dass Gerätehersteller auf der Basis des technischen Fortschritts und eigener Erfahrungen Updates und Modifikationen ihrer eigenen Produkte anbieten, ist gut. Auch gut, wenn qualifizierte Techniker "alte Schätzchen" wieder auf Vordermann bringen.
Anders ist es mit den „Klangzauberern“, die teueres „HiFi-Tuning“ anbieten, selbst aber keine HiFi-Komponenten herstellen könnten. Die geben aber vor, alles besser zu wissen als Konstrukteure und Entwickler intelligenter Schaltungen. Die folgende Abhandlung will zum Denken anregen.
In vielen Kundengesprächen wird von geheimnisvollen Modifikationen berichtet. Und am vergangenen Sonntag habe ich mal zum Thema Audio-Tuning gegooglet. Eine „normale“ HiFi-Komponente wird plötzlich zum Spitzenprodukt, weil jemand Hand angelegt hat. Und dafür wird oft ein Betrag gefordert, der dem Kaufpreis des Gerätes nahe kommt oder diesen sogar übersteigt. Und statt physikalischer Fakten werden esoterische Konzepte bemüht.
Aus tiefer Sorge, mit seinen Komponenten nicht das Maß der Dinge zu erreichen, werden immer wieder mal neue Wunderstrippen versucht, die nach und nach ein Vermögen verschlingen. Und ebenso herrscht der Glaube, der Einbau ein paar neuer Teile in eine Audio-Komponente könne den Klang verbessern.
Viele HiFi-Fans haben schon mehrfach horrende Summen aufgewendet und nach gewisser Zeit festgestellt, dass es allenfalls anders, selten aber besser geworden ist. Im Gegenteil! Eine gewisse Zeit lang suggeriert der hohe Kaufpreis in Verbindung mit dem „Anders“ einen Qualitätsgewinn; aber irgendwann kommt meistens die Ernüchterung…
Würde für ein paar Cent für ein besseres oder zusätzliches Bauteil eine höhere Qualität möglich, würden alle Konstrukteure das gleich einbauen. Wenn aber statt der Physiker die Klangphilosophen Hand anlegen, schützen den Kunden nur noch Logik und Urteilsfähigkeit vor unsinnigen Ausgaben. Und Vorsicht: So etwas wie der Indische Seiltrick - den gibt es auch in Sachen HiFi.
Etwas anders beim Thema Leistung; die bestimmt nämlich maßgeblich den Preis eines Audio-Produktes. Hier ist eine Nachrüstung unter Umständen sogar sinnvoll. Mehr Ladekapazität, ein größerer Trafo – soweit Endtransistoren und Kühlkörper noch mitspielen… Das muss zwar nicht unbedingt nützlich sein, schaden tut’s aber auch nicht, wenn’s nur gut gemacht ist.
Der Glaube, mit Strippen und Voodoo die Audio-Komponenten in eine andere Liga pushen zu können, darf getrost bestritten werden. Mit den Kosten eines „Tunings“ könnte man oft eine bessere Komponente erwerben. Das könnte zum Beispiel diejenige sein, die mit den anderen vorhandenen Komponenten besser harmoniert oder auch generell anderen Produkten technisch überlegen ist.
Zum Schluss der Rat des Verfassers:
Kühlen Kopf bewahren und nachdenken, was da erzählt oder geschrieben wird. Passen Verkaufsargumente und die Physik noch zusammen? Kommen Zweifel auf, ist Vorsicht geboten. Einfach nicht kaufen, ist dann wohl der beste Rat.
März 2010 - khs
| "Problemlautsprecher" |
"Problemlautsprecher" -
dieses Thema hat die Gespräche der letzten Wochen besonders beherrscht...
Oft ist die Rede von Problemlautsprechern. Und immer heißt es, man brauche dafür einen "besonders stabilen" Verstärker. Dieser müsse ein Netzteil in der Dimension eines Umspannwerks haben und mindestens 1.000 Watt im Kühlkörper verheizen, um den Lautsprechern vielleicht noch 10 Watt zuzuführen...
Bestimmte Maßmahmen bei der Konstruktion von Lautsprechern verbinden einen Klanggewinn mit elektrischen Eigenschaften. Das sind dann oft geringe und erhöhte Impedanzwerte und andere Erscheinungen. Aber sind sie darum wirklich Problemlautsprecher?
Der Gerechtigkeit halber sollte man fragen, ob in diesem Zusammenhang oft nicht besser von "Problemverstärkern" gesprochen werden sollte...
Wenn elektrostatische oder magnetostatische Schallwandler, Biege- und Biegewellestrahler, Breitband- und Compound-Lautsprecher und andere akustische Problemlöser nicht mit handelsüblichen Verstärkern harmonieren, liegt es meistens nicht an einer zu geringer Leistung.
Wenn es gelingt, einen von der Art der Last unabhängigen Verstärker zu bauen, sind die beschriebenen Probleme passé. Dann sind auch keine Verstärkerkonstruktionen von begehbaren Ausmaßen erforderlich.
Oft helfen Röhrenverstärker, obwohl die mit Leistung meistens bescheiden daherkommen. Aber jedes "Lautsprecherproblem" lösen die auch nicht, weil sie fast keine Gegekopplung realisieren können.
Der klassische Röhrenverstärker arbeitet aber als "Transkonduktanzverstärker". Wahrscheinlich bewahrt ihn diese Bauart vor dem Museum. Allerdings funktioniert er nur in zwei Quadranten.
Der "richtige" Verstärker ist ein Transkonduktanzverstärker, der perfekt in allen vier Quadranten arbeitet, also perfekt den Lautsprecher negativ und positiv antreibt und gleichzeitig negativ und positiv bremst. Der führt den Lautsprecher an der Stange. Das funktioniert aber nur mit Transistoren.
Ein solcher Verstärker liefert das Ausgangssignal wie der Röhrenverstärker an den Kollektoren der Endtransistoren. Das Ausgangssignal ist hier ausschließlich von der Gegenkopplung abhängig, der Eingangswiderstand im Ausgang ist null Ohm.
Schön ist, dass dieser Verstärker nicht erst erfunden werden muss...
Dieser Beitrag soll die Leser-Schar anregen, die mit ihren Lautsprechern nur zur Hälfte glücklich sind, weil es eben "Problemlautsprecher" sind.
März 2010 - khs
In der Audio-Akademie gibt es viel Information über Technik auf Fortgeschrittenen-Niveau. Etliche Aufsätze und Abhandlungen setzen sich mit diesem und anderen audiorelevanten Themen auseinander.
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Wenn ABACUS etwas ankündigt, erwarten natürlich alle, dass Karl-Heinz Sonder und Sohn Hanno der Audio-HiFi-Welt wieder mal eine neue Technik erschlossen haben. Mit einer kurzen Ansprache begrüßte der Firmenchef die Anwesenden, ließ aber völlig offen, was es denn mit der versprochenen Lautsprechersensation auf sich habe. Man werde schon sehen, versprach Karl-Heinz Sonder und startete die Präsentation.

